Mit dem Fristende beginnt für Bewerber die nervenaufreibendste Zeit des Verfahrens: die Koordinierungsphase. Im Portal tauchen Ränge auf, Angebote kommen und gehen, und wer die Mechanik nicht kennt, trifft aus Unsicherheit teure Fehlentscheidungen.
Dabei folgt die Phase klaren Regeln. Wer sie versteht, kann entspannt zusehen, wie das System für ihn arbeitet.
Key Takeaways
- Für WS 2026/27 läuft die Koordinierungsphase vom 16.07. bis 24.08.2026, Angebote verschickt hochschulstart montags und donnerstags (hochschulstart, 2026).
- Das DoSV vergibt automatisch die höchste erreichbare Priorität, niedrigere Optionen werden freigegeben und wandern an andere weiter.
- Wer ein Angebot aktiv annimmt, scheidet aus dem gesamten Verfahren aus, auch höhere Prioritäten verfallen dann.
- Prioritäten lassen sich nur bis zu festen Stichtagen zu Beginn der Phase ändern, danach ist die Liste fixiert.
- Nach der Koordinierungsphase folgt das koordinierte Nachrücken für alle, die noch kein Angebot halten.
Wie funktioniert die Grundmechanik der Koordinierungsphase?
Nach Fristende berechnet jede Hochschule für jede Quote ihre Ranglisten. Das DoSV gleicht diese Listen fortlaufend mit deinen Ortspräferenzen ab: Erreichst du an mehreren Standorten zulassungsfähige Ränge, erhältst du das Angebot deiner höchsten erreichbaren Priorität, niedrigere Optionen werden automatisch freigegeben und rücken an andere weiter.
Dieses Aufrücken ist der Motor der Phase: Weil Mehrfach-Zulassungsfähige nur einen Platz binden können, wandern täglich Plätze durch die Listen nach unten.
Wichtig zu wissen: Eine Bewerbung, die zu Beginn der Koordinierungsphase noch nicht im zulassungsfähigen Bereich liegt, gilt deshalb noch nicht als abgelehnt. Weil die Koordinierung ein hochdynamischer Prozess ist, verbessern sich Ränge im Verlauf der Wochen oft erheblich, etwa dann, wenn andere Bewerber anderswo ein Angebot annehmen und dadurch aus der Rangliste ausscheiden (hochschulstart.de, Koordinierung). Geduld schlägt Panik.
Tipp: Für das Wintersemester 2026/27 läuft die Koordinierungsphase vom 16.07. bis 24.08.2026, Angebote verschickt hochschulstart montags und donnerstags (hochschulstart, 2026).
Richtig verhalten: beobachten, nicht hektisch handeln
Für dich heißt das konkret:
- Portal regelmäßig prüfen, aber Ränge nicht stündlich überinterpretieren, sie bewegen sich in Wellen
- Ein Angebot deiner Top-Priorität kannst du beruhigt annehmen, besser wird es nicht mehr
- Bei Angeboten niedrigerer Priorität: Das System tauscht automatisch nach oben, du musst nichts erzwingen
- E-Mail-Postfach täglich checken, manche Schritte haben kurze Reaktionsfristen
Tipp: Wer ein Angebot aktiv annimmt, scheidet aus dem gesamten Verfahren aus, auch höhere Prioritäten verfallen. Nimm nur an, wenn du dort wirklich studieren willst oder die Phase endet.
Die Endphase und was danach kommt
Zum Abschluss der Koordinierung werden verbleibende Mehrfach-Optionen automatisch nach Priorität aufgelöst; wer dann ein Angebot hält, erhält die Zulassung. Leer auszugehen ist noch nicht das Ende: Es folgt das koordinierte Nachrücken, in dem freigebliebene Plätze erneut vergeben werden, ein eigenes Kapitel mit eigenen Regeln.
Über den Autor: MUDr. Andreas Zehetner ist Arzt und Mitgründer des futuredoctor-Netzwerks, zu dem auch ncrechner.de gehört.
Quellen
- hochschulstart.de: Terminübersicht zum Vergabeverfahren Wintersemester 2026/27, inklusive Koordinierungsphase. https://www.hochschulstart.de/informieren-planen/terminuebersicht
FAQ
Häufige Fragen
Er zeigt deine Position in der jeweiligen Quote eines Standorts. Zulassungsfähig bist du, wenn dein Rang innerhalb der verfügbaren Plätze liegt, durch das Aufrücken verbessern sich Positionen im Verlauf laufend.
Nur bis zu bestimmten Stichtagen zu Beginn der Phase; danach ist die Reihenfolge fixiert. Baue deine Liste deshalb vor Fristende final, nicht als Entwurf.
Aktive Angebote bleiben in der Regel bis zum jeweiligen Stichtag bestehen; erst Zulassungen nach Annahme haben kurze Einschreibefristen. Trotzdem gilt: Portal und Mails engmaschig verfolgen.




