Nicht überall führt der TMS zum Ziel: Einige Standorte – allen voran Hamburg und Magdeburg – setzen auf den HAM-Nat, einen naturwissenschaftlichen Wissenstest. Wer diese Unis anpeilt, muss völlig anders vorbereiten als für den TMS.
Dieser Artikel erklärt, was der HAM-Nat prüft, worin der grundlegende Unterschied zum TMS liegt und wie du den Stoff planvoll bewältigst.
Was der HAM-Nat prüft
Der HAM-Nat ist ein Multiple-Choice-Test mit Aufgaben aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik auf gehobenem Schulniveau. Anders als der TMS, der kognitive Fähigkeiten misst, prüft er tatsächliches Fachwissen – gelernt wird nach einem veröffentlichten Themenkatalog.
In Hamburg wird der Test zusätzlich durch den HAM-SJT ergänzt, einen Situational-Judgement-Test zu sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Beide zusammen bilden das Hamburger Auswahlprofil.
HAM-Nat vs. TMS: der entscheidende Unterschied
Für den TMS trainierst du Aufgabentypen, für den HAM-Nat lernst du Stoff. Das hat Konsequenzen für Reichweite und Vorbereitung: Ein starkes TMS-Ergebnis hilft an Dutzenden Hochschulen, der HAM-Nat wirkt nur an seinen Standorten – dort dafür als dominierendes Kriterium.
Wer naturwissenschaftlich sattelfest ist – Leistungskurse Bio und Chemie, Affinität zu Physik – spielt im HAM-Nat oft seine Stärken besser aus als im TMS. Wer eher im logischen Arbeiten stark ist, fährt mit dem TMS besser.
So lernst du den HAM-Nat
Der Themenkatalog der anbietenden Unis ist dein Lehrplan – arbeite ihn systematisch durch, statt breit Schulbücher zu wälzen. Bewährt hat sich ein Dreiklang aus Stoffwiederholung, Altfragen-Training und zeitgesteuerten Simulationen.
Plane je nach Vorwissen acht bis zwölf Wochen ein. Chemie und Physik sind erfahrungsgemäß die größten Punktehebel, weil dort das Schulwissen am häufigsten Lücken hat.
Für wen sich der HAM-Nat lohnt
Der HAM-Nat passt zu dir, wenn Hamburg oder Magdeburg klare Wunschstandorte sind und du gern Fakten lernst. Sein größter Vorteil: Er ist planbar wie eine Klausurvorbereitung – wer den Stoff beherrscht, kann das Ergebnis stark beeinflussen.
Sein Nachteil ist die begrenzte Reichweite. Wer regional flexibel bleiben will, sollte zuerst prüfen, ob der TMS nicht mehr Standorte öffnet – oder beide Tests kombinieren.
FAQ
Häufige Fragen
Vor allem an der Universität Hamburg und der Universität Magdeburg; Hamburg ergänzt ihn um den HAM-SJT. Die genauen Standorte und Gewichtungen stehen in den jeweiligen Auswahlsatzungen.
Ja – anders als der TMS prüft er Fachwissen nach Themenkatalog. Die Vorbereitung gleicht einer gezielten Klausurvorbereitung in Bio, Chemie, Physik und Mathematik.
Er ist anders: planbarer, weil Stoff lernbar ist – aber gnadenlos gegenüber Wissenslücken. Leichter ist der Test, der zu deinen Stärken passt.
Grundsätzlich ja, die Termine liegen meist auseinander. Unterschätze aber den doppelten Vorbereitungsaufwand nicht – zwei Testphilosophien parallel verlangen einen disziplinierten Plan.



