Die Koordinierungsphase läuft, und mit ihr die nervenaufreibendste Frage des Jahres: Rückt die Grenze noch bis zu mir? Der neue Aufrück-Tracker im ncrechner zeigt dir kostenlos und live, wie schnell sich die Zulassungsgrenze auf dich zubewegt. Damit verfolgst du das Aufrücken im Vergabeverfahren von hochschulstart erstmals für alle deine Unis auf einen Blick, je Uni und je Quote.
Warum das so wichtig ist: Im Wintersemester 2025/26 standen rund 31.543 Bewerber:innen etwa 10.281 Humanmedizin-Studienplätzen gegenüber (hochschulstart, Statistik-Jahrbuch 2025). Für die meisten heißt das zunächst: warten. In diesem Artikel erfährst du, wie das Feature funktioniert, warum das Aufrücken größer ausfällt, als viele denken, und wie du in drei Schritten startest.
Was ist der Aufrück-Tracker für das Aufrücken im Vergabeverfahren?
Der Aufrück-Tracker ist ein Feature im ncrechner, das dir laufend zeigt, wie viele Rangplätze dich noch von der Zulassungsgrenze im Vergabeverfahren trennen und wie schnell sich diese Grenze bewegt. Er steckt in der meistgenutzten App zur Berechnung von Medizin-Zulassungschancen in Deutschland, mit über 180.000 Downloads, und beantwortet damit eine Frage, die das hochschulstart-Portal offenlässt.
Du trägst einmal deine Rangplätze je Uni und Quote ein – du findest sie in deiner hochschulstart-Übersicht. Danach siehst du ein Dashboard aller deiner Bewerbungen, sortiert nach Zulassungschance. Für jede Uni zeigt der Tracker die aktuelle Zulassungsangebotsgrenze – den sogenannten Grenzrang – und deine Distanz dazu.
Die Daten kommen aus Crowd-Tracking: Nutzer:innen melden die Zahl der ausgeschiedenen Bewerbungen aus ihrer hochschulstart-Tabelle, und der Tracker berechnet daraus im Konsens die Bewegung des Grenzrangs. So entsteht ein tagesaktuelles Bild der Bewegung, das keine offizielle Quelle in dieser Form bereitstellt – hochschulstart veröffentlicht Grenzverläufe nicht laufend.

Warum ist deine Position im Vergabeverfahren so schwer einzuschätzen?
Kurz gesagt: weil niemand seriös vorhersagen kann, wie viele Zugelassene abspringen. Selbst die Universität Hamburg stellt klar, dass sich zur Zahl der nachbesetzten Plätze keine belastbaren Aussagen treffen lassen, weil sie stark vom Verhalten der Zugelassenen abhängt.
Und trotzdem: Es bewegt sich mehr, als die meisten glauben. Unsere eigene Auswertung des Wintersemesters 25/26 über alle 41 staatlichen Unis und alle drei Quoten zeigt Grenzbewegungen von bis zu 1.483 Rangplätzen an einzelnen Standorten (ncrechner-Auswertung, 2025) – Bewegung, die im hochschulstart-Portal nur als Momentaufnahme sichtbar ist und sich ohne tägliches Tracking kaum verfolgen lässt. Wer am ersten Vergabetag leer ausging, war also längst nicht raus.
Verlässlich vorhersagen lässt sich diese Bewegungsphase also nicht – beobachten schon. Genau deshalb haben wir den Aufrück-Tracker entwickelt: Weil jede:r nur die eigenen Daten im Portal sieht, ist gemeinsames Tracking die einzige Möglichkeit, das Vergabeverfahren zuverlässig zu verfolgen. Je mehr Bewerber:innen ihre Zahlen melden, desto präziser wird das Bild – und alle profitieren davon.

Aufrücken oder Nachrücken – was läuft eigentlich gerade?
Die beiden Begriffe werden ständig verwechselt, obwohl sie zwei klar getrennte Phasen beschreiben. Die Koordinierungsphase für das WS 2026/27 ist am 16. Juli gestartet; priorisieren solltest du deine Bewerbungen bis Mittwoch, 22.07.2026, denn danach greifen die Koordinierungsregeln (hochschulstart, 2026).
Aufrücken ist der umgangssprachliche Begriff für die Bewegung innerhalb der offenen Koordinierungsphase des Vergabeverfahrens: Jedes Mal, wenn jemand ein Angebot annimmt und andere Bewerbungen dadurch wegfallen, wandert die Grenze weiter. Das Verfahren selbst heißt bei hochschulstart – betrieben von der Stiftung für Hochschulzulassung – offiziell Vergabeverfahren. „Aufrücken“ ist kein offizieller Begriff, aber genau das, was alle meinen, die fragen: „Rücke ich noch auf?“
Nachrücken heißt offiziell Koordiniertes Nachrücken und startet erst nach der Portalsperre. Unis mit Restplätzen in Humanmedizin nehmen daran automatisch teil; vergeben wird ausschließlich über die bestehenden Ranglisten, neu bewerben kann man sich nicht (hochschulstart).
Der Tracker begleitet beide Phasen – und zeigt dir immer an, welche gerade läuft, damit du die Bewegung richtig einordnest.
| Phase | Zeitraum WS 2026/27 | Was passiert |
|---|---|---|
| Koordinierungsphase („Aufrücken“) | 16.07.–24.08. | Portal offen, Angebote Mo/Do, Grenzen wandern |
| Portalsperre | 22.–24.08. | Portal offline, Zulassungen werden festgeschrieben |
| Koordiniertes Nachrücken | 25.08.–30.09. | Freie Plätze gehen automatisch an die Rangliste |
Wie funktioniert der Aufrück-Tracker genau?
Der Tracker arbeitet mit zwei Zahlen – und hält sie bewusst auseinander. Die Distanz (Rangplätze bis zur Grenze, aus dem Crowd-Tracking) ist die Zahl, an der du die Bewegung abliest. Der prognostizierte Grenzwert (Punkte bzw. Note, aus dem bekannten ncrechner-Katalog) liefert dir Kontext, fließt aber nie in die Chancen-Sortierung ein.
Warum je Quote getrackt wird? Weil deine Bewerbung nach Abzug der Vorabquoten in drei Verfahren gleichzeitig läuft: 30 % der Plätze vergibt die Abiturbestenquote, 10 % die Zusätzliche Eignungsquote und 60 % das Auswahlverfahren der Hochschulen. An derselben Uni kannst du in der AdH-Quote kurz vor der Grenze stehen und in der ABQ weit dahinter – eine Zahl pro Uni würde dich also in die Irre führen.
Dazu kommen Push-Benachrichtigungen: Der Tracker meldet sich, wenn sich eine Grenze auf dich zubewegt – oder wenn du sie erreicht hast. Kein stündliches Portal-Refreshen mehr.

Wie startest du mit dem Aufrück-Tracker?
Drei Schritte, dann übernimmt der Tracker die Beobachtung für dich:
1. Rangplätze erfassen. Überprüfe deine aktuellen Rangplätze pro Uni in deiner hochschulstart-Übersicht. Du findest sie in einer Tabelle in der Ansicht der jeweiligen Uni, in der Spalte „Ihr Rang“. Trage deine Rangplätze pro Quote in den Tracker ein. Einmal genügt: Deine Rangplätze ändern sich im laufenden Verfahren nicht.

2. Bewegung melden. Dein Dashboard sortiert alle Unis nach Chance. In derselben hochschulstart-Tabelle findest du die Spalte „Ausgeschiedene Bewerbungen“ – hat sich die Zahl geändert, trag den neuen Wert im Tracker ein. Der Crowd-Konsens wird mit jeder Meldung präziser, und alle profitieren.

3. Benachrichtigen lassen. Push aktivieren, zurücklehnen. Der Tracker beobachtet für dich und meldet sich bei relevanter Bewegung.

Was hinter den Werten steckt
In den Aufrück-Tracker ist viel Entwicklungszeit geflossen: Das System prüft eingehende Crowd-Meldungen gegeneinander und bildet daraus einen Konsens, statt einzelne Meldungen ungefiltert anzuzeigen. So bekommst du ein möglichst verlässliches Bild vom Aufrücken im Vergabeverfahren – transparent und tagesaktuell.
Die Distanz sagt dir, wo du stehst – die Entscheidung fällt im Verfahren selbst. Wie viele Plätze am Ende frei werden, hängt davon ab, wie viele Zugelassene abspringen, und das variiert von Uni zu Uni und von Jahr zu Jahr erheblich.
Fazit: „Wo stehe ich?“ – jeden Tag neu beantwortet
Die Grenzen bewegen sich ab jetzt bei jedem Vergabetermin, und im WS 25/26 waren das an einzelnen Standorten bis zu 1.483 Plätze. Der Aufrück-Tracker macht das Aufrücken im Vergabeverfahren erstmals sichtbar: deine Distanz je Uni und Quote, der Trend der letzten Tage, eine Push-Nachricht, wenn es zählt.
Rangplätze erfassen dauert zwei Minuten. Den Rest übernimmt der Tracker – kostenlos, ohne Abo und ohne Registrierung, durch die komplette Koordinierungsphase und das Koordinierte Nachrücken.
FAQ
Häufige Fragen
Ja, zu 100 Prozent – genau wie die ncrechner-App generell. Du kannst den Aufrück-Tracker ohne Kosten, ohne Abo und ohne Registrierung für alle deine Bewerbungen nutzen und damit das Aufrücken im Vergabeverfahren an jeder deiner Universitäten live verfolgen.
Aus zwei getrennten Quellen: Die Grenzrang-Bewegung stammt aus Crowd-Tracking – Nutzer:innen melden die ausgeschiedenen Bewerbungen aus ihrer hochschulstart-Tabelle, der Tracker bildet daraus den Konsens. Der prognostizierte Grenzwert (Punkte/Note) kommt aus dem bestehenden ncrechner-Katalog, der auch die Chancen-Berechnung der App speist, und dient nur als Kontext.
Neue Zulassungsangebote verschickt hochschulstart montags und donnerstags nachmittags – an diesen Tagen bewegt sich am meisten. Crowd-Meldungen nimmt der Tracker täglich entgegen, sodass du das Aufrücken im Vergabeverfahren zwischen den Vergabeterminen zeitnah siehst.
Ja. Er begleitet dich durch die komplette Koordinierungsphase (16.07.–24.08.) und das Koordinierte Nachrücken (25.08.–30.09.2026) – und zeigt dir jeweils an, welche Phase läuft. Beim Nachrücken werden ausschließlich die bestehenden Ranglisten abgearbeitet.
Einiges: Ist deine höher priorisierte Wunsch-Uni noch erreichbar, siehst du im Tracker, ob sich deren Grenze auf dich zubewegt – bevor die Ersetzungsregel greift und dein Angebot automatisch getauscht wird.
Ab sofort: Der Aufrück-Tracker begleitet das komplette Vergabeverfahren zum Wintersemester 2026/27 – von der Koordinierungsphase ab dem 16. Juli über die Portalsperre bis zum Ende des Koordinierten Nachrückens am 30. September. Am meisten Bewegung siehst du direkt nach den Vergabeterminen montags und donnerstags.


