
Tests
MedAT
Auf den Punkt
Was bedeutet MedAT?
Der MedAT ist der Aufnahmetest, über den Österreichs öffentliche Medizin-Universitäten ihre Plätze vergeben – ganz ohne Abiturnote. Er kombiniert naturwissenschaftliches Wissen, kognitive Aufgaben und sozial-emotionale Kompetenzen und findet nur einmal im Jahr statt.
Für wen? Für Bewerber, die prüfen wollen, ob dieser Test an ihren Wunsch-Hochschulen zählt und wie sie sich darauf vorbereiten.
Was der MedAT ist
Die öffentlichen Medizin-Universitäten in Wien, Graz, Innsbruck und Linz wählen fast ausschließlich über den MedAT aus. Die Abiturnote spielt keine Rolle, gezählt wird allein das Testergebnis.
Damit ist der MedAT ein eigener Weg neben dem deutschen NC-System.
Aufbau des Tests
Der MedAT prüft eine Mischung aus naturwissenschaftlichem Grundwissen (Biologie, Chemie, Physik, Mathematik), kognitiven Fähigkeiten ähnlich dem TMS und sozial-emotionalen Kompetenzen.
Er ist damit breiter aufgestellt als der reine TMS und verlangt sowohl Stofflernen als auch Fähigkeitstraining.
EU-Quote und Jahrestermin
Ein Großteil der Plätze ist für Bewerber mit österreichischem Schulabschluss reserviert; deutsche Bewerber konkurrieren um das EU-Kontingent. Studiengebühren fallen für EU-Bürger praktisch keine an.
Der Haken: Der MedAT findet nur einmal jährlich statt, mit früher Anmeldefrist. Wer den Termin verpasst, verliert ein ganzes Jahr.
MedAT oder TMS?
Für die deutsche Bewerbung zählt der TMS, für Österreich der MedAT. Beide lassen sich kombinieren, weil sich Teile des kognitiven Trainings überschneiden.
Sinnvoll ist der MedAT als zusätzliche Schiene neben der deutschen Bewerbung – nicht als alleiniger Plan.
Häufige Fragen
Nein. Die österreichischen öffentlichen Medizin-Unis wählen allein über das MedAT-Ergebnis aus. Ein durchschnittliches Abitur ist kein Hindernis, ein starker Testtag aber Pflicht.
Einmal pro Jahr, da es nur einen Termin gibt. Eine Wiederholung ist in Folgejahren möglich. Wegen des einmaligen Termins ist eine gründliche Vorbereitung besonders wichtig.
Ja, und das ist oft die klügste Strategie. Beide Verfahren laufen unabhängig, der MedAT ist eine zusätzliche Chance neben dem deutschen Vergabeverfahren.