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Abiturnote und Ranglisten als Grundlage des Numerus Clausus

Grundbegriffe

Numerus Clausus (NC)

Auf den Punkt

Was bedeutet Numerus Clausus (NC)?

Der Numerus Clausus ist keine vorab festgelegte Eintrittsnote, sondern die Auswahlgrenze, ab der ein Studiengang voll ist. Er entsteht erst, nachdem alle Bewerbungen sortiert und die Plätze vergeben sind – er ist damit ein Rückblick, keine Eintrittskarte.

Für wen? Für alle, die sich neu mit der Zulassung zum Medizinstudium beschäftigen und zentrale Begriffe einordnen wollen.

Was der NC wirklich ist

Viele lesen den NC als feste Hürde: „NC 1,0, also brauche ich 1,0.“ Tatsächlich ist der NC nur die Note der zuletzt zugelassenen Person einer vergangenen Runde. Er wird nicht vorher festgelegt, sondern ergibt sich als Nebenprodukt der Vergabe.

Alte NC-Werte zeigen einen Trend, garantieren aber nichts für das kommende Semester.

Wie der NC entsteht

Der NC ergibt sich aus Angebot und Nachfrage: aus der Zahl der Plätze und der Zahl und Stärke der Bewerbungen. Weil sich die Nachfrage jedes Semester ändert, schwankt auch der NC.

Typische Werte in der Abiturbestenquote liegen für Humanmedizin bei etwa 1,0 bis 1,2, für Tiermedizin etwas höher. Einen bundesweit einheitlichen Wert gibt es nicht.

NC und die drei Quoten

Der klassische NC-Wert betrifft vor allem die Abiturbestenquote (rund 30 Prozent). Daneben werden Plätze über das Auswahlverfahren der Hochschulen (rund 60 Prozent) und die Zusätzliche Eignungsquote (rund 10 Prozent) vergeben.

In diesen beiden Quoten zählt die Note nur als ein Baustein neben Test, Dienst und Ausbildung.

Chancen jenseits des NC verbessern

Ein NC von 1,0 heißt nicht, dass du zwingend 1,0 brauchst. Ein starker TMS, ein Dienst oder eine Ausbildung können in AdH und ZEQ einen schwächeren Schnitt ausgleichen. Eine reine Wartezeitquote gibt es seit 2020 nicht mehr.

Sinnvoller als der bloße NC ist der Blick auf Grenzrang und Auswahlgrenzen mehrerer Runden. Die ncrechner App ordnet deine Werte genau dort ein.

Häufige Fragen

Nein. Der NC entsteht neu nach jeder Vergaberunde und hängt von Bewerberzahl, Profilstärke und Platzangebot ab. Ein einzelner Wert ist deshalb nur eine Momentaufnahme.

Nicht unbedingt. Der NC gilt für die Abiturbestenquote. In AdH und ZEQ zählen zusätzlich Tests und Erfahrungen, mit denen sich ein schwächerer Schnitt ausgleichen lässt.

Nein. Weil in den Bundesländern getrennte Ranglisten gebildet werden und jede Hochschule eigene Kriterien hat, unterscheiden sich die Werte je Land, Uni und Quote.