
Quoten
Abiturbestenquote (ABQ)
Auf den Punkt
Was bedeutet Abiturbestenquote (ABQ)?
Die Abiturbestenquote (ABQ) vergibt rund 30 Prozent der Medizin-Studienplätze allein nach der Abiturnote. Verglichen wird innerhalb von 16 Landesquoten, also nur mit Bewerbern des eigenen Bundeslandes. In der Praxis reicht es hier meist nur mit einem Spitzenabitur im Bereich von etwa 1,0 bis 1,2.
Für wen? Für alle mit laufender oder geplanter Bewerbung im Vergabeverfahren, die verstehen wollen, wie diese Quote ihre Zulassungschance beeinflusst.
So funktioniert die ABQ
Die ABQ ist die erste der drei großen Quoten und richtet sich an die Bewerber mit den stärksten Abiturnoten. Sie steht vor dem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ), über die die übrigen Plätze vergeben werden.
16 Landesquoten statt bundesweiter Liste
Statt einer bundesweiten Rangliste gibt es 16 Landesquoten – eine je Bundesland. Du konkurrierst also zunächst nur mit Bewerbern aus deinem eigenen Land. Der Grund: Abiturnoten sind zwischen den Bundesländern nicht direkt vergleichbar. Wie viele Plätze auf ein Land entfallen, richtet sich vor allem nach der Zahl seiner Abiturienten.
Welche Note du brauchst
Welche Note reicht, schwankt je Bundesland und Jahrgang, liegt aber meist im engen Fenster von rund 1,0 bis 1,2. Entscheidend ist: In der ABQ lässt sich eine schwächere Note durch nichts ausgleichen. Es zählt einzig die Abiturdurchschnittsnote.
Was zählt – und was nicht
Nicht gewertet werden hier Studierfähigkeitstests wie TMS oder HAM-Nat, Freiwilligendienste, abgeschlossene Ausbildungen, frühere Wartezeit, Motivationsschreiben oder Auswahlgespräche. All diese Bausteine wirken erst im AdH und in der ZEQ – nicht in der Abiturbestenquote.
Nicht besetzte Plätze
Bleiben in einer Landesquote Plätze unbesetzt, entsteht keine eigene ABQ-Warteliste. Die freien Plätze fließen stattdessen in das Auswahlverfahren der Hochschulen und werden dort weiter vergeben.
Bewerbung und für wen die ABQ passt
Eine separate Bewerbung für die ABQ gibt es nicht. Wer sich über hochschulstart.de bewirbt, wird automatisch auch in der Abiturbestenquote berücksichtigt. Reicht die Note dort nicht, läuft die Bewerbung ohne weiteres Zutun in AdH und ZEQ weiter.
Realistisch ist die ABQ deshalb vor allem für Abiturnoten nahe 1,0. Liegt dein Schnitt darüber, sind AdH und ZEQ die stärkeren Hebel – dort zählen Test, Dienst und Ausbildung. Mit der ncrechner App siehst du, ob deine Note in der Landesquote deines Bundeslandes reicht und wo dir die anderen Quoten bessere Chancen bieten.
Häufige Fragen
Rund 30 Prozent der Plätze je Studiengang. Die Auswahl erfolgt allein nach der Abiturnote. Die übrigen etwa 60 Prozent (AdH) und 10 Prozent (ZEQ) werden über andere Kriterien vergeben.
Meist einen Schnitt im Bereich von etwa 1,0 bis 1,2. Der genaue Wert schwankt je Bundesland und Jahrgang, weil in jeder der 16 Landesquoten getrennt ausgewählt wird.
Weil Abiturnoten zwischen den Bundesländern nicht direkt vergleichbar sind. Deshalb bildet die ABQ 16 Landesquoten, in denen du nur gegen Bewerber aus deinem eigenen Land antrittst.
Nein. In der Abiturbestenquote zählt ausschließlich die Abiturnote. TMS, Freiwilligendienste, Ausbildungen, Wartezeit oder Motivationsschreiben wirken erst im AdH und in der ZEQ.
Nein. Über hochschulstart.de wirst du automatisch in der ABQ berücksichtigt. Reicht deine Note nicht, läuft die Bewerbung ohne zusätzlichen Schritt in den anderen Quoten weiter.
Sie lösen keine ABQ-interne Warteliste aus, sondern gehen in das Auswahlverfahren der Hochschulen über und werden dort zusätzlich vergeben.