Jetzt neu: Aufrück-Tracker für das Vergabeverfahren von hochschulstart.deMehr erfahren
Goldene Siegermedaille mit Sternen
Bewerbung

Jugend forscht & Co.: Wettbewerbe als unterschätztes Auswahlkriterium

19. Mai 2026Aktualisiert: 19. Mai 20265 Min. Lesezeit

Auf den Punkt

Ein alter Wettbewerbserfolg aus der Schulzeit kann bare Auswahlpunkte wert sein – wenn er auf der richtigen Liste steht. Welche Wettbewerbe zählen und wie du sie geltend machst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Anerkannt werden meist bundesweit etablierte Schülerwettbewerbe wie Jugend forscht, die Wissenschafts-Olympiaden oder der Bundeswettbewerb Mathematik – aber nur, wenn sie auf der Liste der jeweiligen Hochschule stehen.
  • Häufig zählt erst eine bestimmte Erfolgsstufe wie das Erreichen einer Landes- oder Bundesrunde – bloße Teilnahme reicht meist nicht.
  • Auch ältere Erfolge aus der Schulzeit bleiben gültig und lassen sich mit digitalisierten Urkunden noch nachträglich geltend machen.
  • Anders als TMS oder Dienst lässt sich dieses Kriterium nach dem Abitur kaum noch nacherwerben – es ist ein Bonus für bereits Vorhandenes.
  • Sportliche oder musische Wettbewerbe zählen für die Medizin-Auswahl typischerweise nicht, da die Listen auf naturwissenschaftlich-akademische Formate fokussieren.

Für wen? Für Abiturient:innen und Bewerber:innen mit Erfolgen bei Jugend forscht, Olympiaden oder ähnlichen Schülerwettbewerben, die wissen wollen, ob sich diese in Auswahlpunkte übersetzen.

Beim Kriterien-Inventar denken alle an TMS, Dienst und Ausbildung – und übersehen eine Zeile im Katalog vieler Hochschulen: den erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme-Bonus.

Wer in der Schulzeit bei den einschlägigen Wettbewerben vorn dabei war, sollte diese Punkte nicht liegen lassen.

Welche Wettbewerbe typischerweise zählen

Anerkannt werden meist bundesweit etablierte Schülerwettbewerbe mit Leistungsbezug – klassischerweise etwa „Jugend forscht“, die Wissenschafts-Olympiaden (Biologie, Chemie, Physik, Mathematik) oder der Bundeswettbewerb Mathematik. Entscheidend ist doppelt: Der Wettbewerb muss auf der Liste der jeweiligen Hochschule stehen, und häufig zählt erst eine bestimmte Erfolgsstufe – etwa das Erreichen einer Landes- oder Bundesrunde bzw. vordere Platzierungen.

So machst du den Erfolg geltend

Die Punkte gibt es nur mit sauberem Nachweis:

  • Urkunden aus der Schulzeit suchen und digitalisieren – auch ältere Erfolge bleiben gültig
  • Erfolgsstufe klar belegen (Runde, Platzierung) – das bloße „Teilgenommen“ reicht meist nicht
  • Im Antrag unter dem richtigen Kriterium eintragen, nicht als Anhang verstecken
  • Bei Team-Erfolgen: Urkunde mit deinem Namen verwenden

Ehrliche Einordnung im Punktesystem

Wettbewerbspunkte sind meist ein kleiner, aber feiner Baustein: Sie entscheiden selten allein, kippen aber knappe Ranglisten – und genau dort spielen sich Zulassungen ab. Ein Bewerberprofil, das TMS, Dienst UND einen Olympiade-Erfolg vorweist, sammelt an kriterienfreundlichen Standorten spürbar mehr Punkte als die Konkurrenz mit identischem Abitur.

FAQ

Häufige Fragen

In der Regel ja – ein Verfallsdatum kennen die meisten Regelungen nicht. Entscheidend sind Anerkennung des Wettbewerbs und nachgewiesene Erfolgsstufe.

Meist nicht: Gefordert ist üblicherweise ein Erfolg ab einer definierten Stufe, etwa Landes- oder Bundesrunde. Die genaue Schwelle steht im Kriterienkatalog der Hochschule.

Für die Medizin-Auswahl typischerweise nein – die Listen fokussieren auf naturwissenschaftlich-akademische Formate. Der Blick in die konkrete Auswahlsatzung schafft Gewissheit.

Teilen
ncrechner RedaktionGeschrieben vonncrechner Redaktion