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Person füllt eine Checkliste aus – Symbolbild für die Auswahlkriterien der Hochschulen
Zulassung

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH): Die größte Quote strategisch nutzen

14. Juli 2026Aktualisiert: 14. Juli 20268 Min. Lesezeit

Auf den Punkt

60 Prozent der Plätze, eine eigene Formel pro Uni: Das AdH ist der wichtigste – und flexibelste – Weg ins Medizinstudium. Wie die Punkteformeln funktionieren und wie du die Standorte findest, die dein Profil belohnen.

Wenn eine Quote über deinen Studienplatz entscheidet, dann meist diese: Das Auswahlverfahren der Hochschulen vergibt 60 Prozent aller Plätze – mehr als ABQ und ZEQ zusammen. Und anders als die beiden folgt es keiner einheitlichen Regel: Jede Universität baut ihre eigene Formel.

Genau darin liegt die Chance. Wer versteht, wie AdH-Formeln funktionieren, sucht sich gezielt die Standorte, an denen sein Profil am meisten Punkte produziert – oft wichtiger als jede Nachkommastelle im Abitur.

Die Formel: eine gewichtete Summe

Im Kern ist jede AdH-Bewertung eine gewichtete Punktesumme. Jede Hochschule legt in ihrer Auswahlsatzung fest, welche Kriterien sie berücksichtigt und wie stark: typischerweise die Abiturnote, das TMS-Ergebnis und Pauschalpunkte für Ausbildung, Dienste oder Wettbewerbe – manche werten zusätzlich die Ortspräferenz.

Weil die Gewichte variieren, ergeben dieselben Werte an verschiedenen Standorten völlig unterschiedliche Punktzahlen. Die eine Uni gewichtet den TMS stark, die nächste setzt auf das Abitur, eine dritte belohnt deine Ausbildung großzügig.

KriteriumTypische Rolle im AdH
AbiturnoteFast überall gewichtet, Anteil variiert stark
TMSAn vielen Unis das höchstgewichtete Einzelkriterium
Ausbildung / DienstPauschalpunkte, standortabhängig
OrtspräferenzAn einzelnen Unis Bonuspunkte

Profil und Formel zusammenbringen

Der entscheidende Perspektivwechsel: Nicht du bewirbst dich an Unis, sondern dein Punktprofil tut es. Ein teststarkes Profil gehört an Standorte mit hohem TMS-Gewicht, ein abiturstarkes an abiturlastige Formeln, ein kriterienstarkes dorthin, wo Ausbildung und Dienste satt bepunktet werden.

Diese Passung von Hand für 40 Standorte zu ermitteln, dauert Tage – automatisiert Sekunden. Genau dafür ist ein Zulassungsrechner gebaut: Er berechnet deine Punktzahl je Uni und vergleicht sie mit den Grenzwerten der Vorrunden.

Der Sonderfall Unterquoten

Manche Hochschulen teilen ihr AdH in mehrere Unterquoten mit verschiedenen Kriteriensätzen – etwa eine testdominierte und eine kriteriendominierte Schiene. Deine Bewerbung läuft dann in mehreren Teillisten mit je eigenem Grenzwert.

Das ist eine zusätzliche Chance: Ein Profil, das in der Hauptformel schwächelt, kann in einer Unterquote vorn liegen. Pauschale Aussagen über „den AdH-NC dieser Uni“ werden dadurch sinnlos – es gibt oft mehrere.

So gehst du praktisch vor

Erstens: dein Profil typisieren (abitur-, test- oder kriterienstark). Zweitens: für jede infrage kommende Uni die aktuelle Formel prüfen und deine Punktzahl überschlagen. Drittens: mit den Grenzwerten der letzten Runden abgleichen und die Standorte nach Chancen sortieren.

Erst danach dürfen Stadtliebe und Lebensqualität die Feinsortierung übernehmen – als Bonus auf eine Liste, in der jede Position rechnerisch begründet ist.

FAQ

Häufige Fragen

Weil jede Hochschule ihre Kriterien selbst gewichtet. Dieselben Werte ergeben je nach Formel unterschiedliche Punktzahlen – einen bundesweit einheitlichen AdH-NC gibt es deshalb nicht.

In der Auswahlsatzung bzw. den Auswahlkriterien der Hochschule – öffentlich einsehbar. Achte auf die aktuelle Fassung für dein Bewerbungssemester, da sich Gewichtungen ändern können.

So viele, wie zu deinem Profil passen. Nutze die verfügbaren Studienwünsche strategisch: Priorisiere Standorte, deren Formel deine Stärken hoch gewichtet.

An den meisten, aber nicht an allen und unterschiedlich stark. Einige Standorte gewichten ihn dominant, andere nur gering – die Satzung gibt die genaue Rolle vor.

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