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Lateinische Fachbegriffe und Notizen im Medizinstudium

Studium

Latinum

Auf den Punkt

Was bedeutet Latinum?

Das Latinum ist der Nachweis von Lateinkenntnissen. Anders als sich hartnäckig hält, ist es für das Medizinstudium in Deutschland an den allermeisten Fakultäten keine Voraussetzung – weder für die Zulassung noch für den Abschluss. Statt eines Latinums gibt es einen Kurs in medizinischer Terminologie.

Für wen? Für angehende und zukünftige Studierende, die sich einen Überblick über das Studium verschaffen wollen.

Ist ein Latinum Pflicht?

Für das Medizinstudium in Deutschland ist ein Latinum in aller Regel keine Zulassungs- oder Abschlussvoraussetzung. Die frühere Lateinpflicht wurde längst abgeschafft.

Du brauchst also kein Latein-Zertifikat, um dich zu bewerben oder das Studium abzuschließen.

Der Terminologiekurs

Statt eines vollständigen Latinums absolvieren Studierende meist einen Kurs in medizinischer Terminologie. Er vermittelt Grundlagen der Fachsprache: lateinische und griechische Wortstämme, anatomische Begriffe und den Aufbau medizinischer Ausdrücke.

Der Kurs schließt mit einer Prüfung ab, ist aber deutlich weniger anspruchsvoll als ein klassisches Latinum.

Wo Latein trotzdem hilft

Ein Grundverständnis von Wortstämmen erleichtert das Lernen: Begriffe wie „Arthritis“ lassen sich in Bausteine zerlegen (arthro- für Gelenk, -itis für Entzündung). Das spart in Anatomie, Pharmakologie und Pathologie Zeit.

Nötig ist ein förmliches Latinum dafür aber nicht – die relevanten Grundlagen liefert der Terminologiekurs.

Mythen und Realität

Der Mythos „ohne Latein kein Medizinstudium“ hält sich hartnäckig, stimmt aber nicht. Auch die Idee, man müsse für die Fachbegriffe komplett Latein lernen, ist überzogen.

Wer unsicher ist, prüft die Ordnung der Wunsch-Fakultät; Ausnahmen sind selten und meist als bloße Empfehlung formuliert.

Häufige Fragen

In aller Regel nein. Ein Latinum ist an den meisten medizinischen Fakultäten keine Voraussetzung. Hilfreich ist lediglich ein Grundverständnis der medizinischen Fachsprache, das im Studium vermittelt wird.

Ein meist verpflichtender Kurs, der die Grundlagen der medizinischen Fachsprache vermittelt: lateinische und griechische Wortstämme sowie anatomische Begriffe. Er ersetzt ein volles Latinum und ist weniger anspruchsvoll.

Ein Grundverständnis von Wortstämmen erleichtert das Lernen von Fachbegriffen in Anatomie oder Pharmakologie. Einen echten Zulassungs- oder Karrierevorteil verschafft ein förmliches Latinum aber nicht.